Subscribe to Bankless or sign in
Die Nasdaq hat
TON Strategy (ehemals Verb Technology) gerügt, weil das Unternehmen über eine halbe Milliarde Dollar durch einen privaten Aktienverkauf aufgebracht hat, um Toncoin ohne Zustimmung der Aktionäre zu kaufen. Der Börsenriese verzichtete jedoch darauf, das Unternehmen von der Börse zu nehmen.
Worum geht's?
- Der Deal: TON Strategy verkaufte über eine PIPE (Private Investment in Public Equity) Aktien im Wert von 558 Millionen Dollar, um eine entsprechende Menge Toncoin zu kaufen, den Token, der an die Blockchain von Telegram gebunden ist.
- Der Verstoß: Laut Nasdaq hat das Unternehmen es versäumt, die Zustimmung der Aktionäre sowohl für die PIPE-Finanzierung als auch für den anschließenden Kauf von Toncoin im Wert von 273 Millionen Dollar einzuholen und damit gegen die Börsenregeln verstoßen.
- Die Begnadigung: Die Aufsichtsbehörden stellten fest, dass sich das Unternehmen nicht absichtlich der Einhaltung der Vorschriften entzogen hatte, so dass die Nasdaq lediglich eine Warnung aussprach und ein Delisting vermied.
- Die Folgen: Die Aktien von TON Strategy stiegen nach dem Krypto-Pivot im August von 9 $ auf 22 $, sind aber seither um über 80 % abgestürzt und notieren jetzt bei 4 $.
- Das größere Bild: Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Interesse von Kryptounternehmen an Nasdaq-Notierungen zunimmt.
Animoca Brands beispielsweise strebt eine Börsennotierung durch eine umgekehrte Fusion an, um das erste börsennotierte "Konglomerat für digitale Vermögenswerte" zu werden.
Bankless take:
Die Zurückhaltung der Nasdaq bei der TON-Strategie ist kein Vertrauensvotum, sondern eher ein Warnschuss. Die Börse versucht, die traditionellen Leitplanken durchzusetzen, da eine Welle von börsennotierten Unternehmen auf der Jagd nach schnellen, kryptogetriebenen Bewertungen ist, und das manchmal ohne angemessene Governance.