# Gründer von Incognito Market wegen Verkauf von Drogen über Kryptowährung zu 30 Jahren Haft verurteilt *Author: David Christopher* *Published: Feb 4, 2026* *Source: https://www.bankless.com/de/read/news/incognito-market-founder-gets-30-years-for-crypto-drug-sales* --- Rui-Siang Lin, Gründer des kryptobasierten Dark-Web-Marktplatzes Incognito Market, wurde zu 30 Jahren Haft verurteilt, weil er eine Plattform betrieben hatte, über die Drogen im Wert von über 105 Millionen US-Dollar verkauft wurden, berichtet [The Block](https://www.theblock.co/post/388385/incognito-market-founder-sentenced-crypto-drug-market). ### **Was ist der Hintergrund?** - **Das Urteil:** Ein Bundesrichter verurteilte den 24-jährigen Lin zu 30 Jahren Haft und ordnete die Einziehung von 105 Millionen US-Dollar an. Lin hatte sich im Dezember 2024 wegen Drogenhandels, Geldwäsche und der Verschwörung zum Verkauf von gepanschten Medikamenten schuldig bekannt. - **Umfang der Aktivitäten:** Incognito Market war von Oktober 2020 bis März 2024 in Betrieb und wuchs auf über 400.000 Käuferkonten und 1.800 Verkäufer an. Die Plattform ermöglichte mehr als 640.000 Transaktionen und verkaufte weltweit über eine Tonne illegaler Drogen, darunter Heroin, Kokain, Fentanyl, Methamphetamin und MDMA. - **Krypto-Infrastruktur:** Die Plattform betrieb ein internes System namens „Incognito Bank”, das es den Nutzern ermöglichte, Kryptowährungen auf Konten vor Ort einzuzahlen. Nach Abschluss der Transaktionen wurden die Kryptowährungen abzüglich einer Provision von 5 % vom Käufer an den Verkäufer überwiesen. - **Exit-Scam:** Als Lin den Marktplatz im März 2024 schloss, nahm er laut Staatsanwaltschaft mindestens 1 Million US-Dollar an Einzahlungen von Nutzern mit und versuchte, Teilnehmer zu erpressen, indem er drohte, ihre Transaktionshistorien und Krypto-Adressen zu veröffentlichen. ### **Bankless Take:** Verbrechen ist Verbrechen, und obwohl die behördliche Durchsetzung gegen etablierte Akteure der Branche weitgehend beendet ist, macht das Justizsystem keine Ausnahmen, wenn es um solch offensichtliche kriminelle Aktivitäten geht – insbesondere im Zusammenhang mit dem berechtigten Kampf der Regierung gegen Fentanyl. Hoffentlich haben diese Fälle keinen allzu großen Einfluss auf die politischen Debatten, wenn die Regulierungsbehörden darüber entscheiden, wie streng die Krypto-Infrastruktur kontrolliert werden soll.